Es gibt Bilder, die man mag, weil sie gelungen sind. Und dann gibt es Bilder, die mit einer Geschichte verknüpft sind. Dieses hier gehört für mich eindeutig zur zweiten Sorte.
Ich bin gerade auf Sylt und fotografiere ein wenig ohne die Insel neu erfinden zu wollen — Sylt kommt erstaunlich gut ohne meine fotografische Betreuung zurecht. Für ein paar Aufnahmen hatte ich mein zirkulares Fisheye-Objektiv dabei. Es formt die Realität in einen Kreis: außen sattes Schwarz, innen Himmel, Landschaft und Architektur. Alles in allem eine ziemlich runde Sache.
Bei dieser Aufnahme war der Bildkreis allerdings oben angeschnitten. Es fehlte ein kleiner Bereich. Nachdem ich es in Lightroom entwickelt hatte, gab ich es deshalb an Photoshop weiter — allerdings mit einer ungewöhnlichen Begleitung.
Ich habe Claude gebeten, Photoshop auf meinem Mac zu bedienen und den fehlenden Bereich nach meinen Vorgaben zu ergänzen: den Kreis vervollständigen, außen sauber schwärzen und das Bild im Übrigen nicht verändern. Das Ergebnis ist genau das, was ich wollte: Der Kreis ist wieder vollständig und wirkt, als wäre er nie anders aufgenommen worden.

Im Dialog mit Claude habe ich den Ablauf anschließend weiterentwickelt und als Skill gespeichert: fisheye-bildkreis-vervollständigen. Er prüft den Kreis, ergänzt fehlende Bereiche und richtet den Ausschnitt sauber aus. Aus einer einmaligen Reparatur ist damit etwas Wiederverwendbares geworden.
KI nutze ich bislang überwiegend beruflich. Umso amüsanter finde ich es, dass mein erster eigener Skill ausgerechnet privat entstanden ist — nicht für ein komplexes juristisches Problem, sondern für einen abgeschnittenen Fisheye-Kreis auf Sylt.
Ein kleiner Kreis für die KI — und mein erster eigener Skill.














































