Fotomarathon Stuttgart 2019

Das Konzept eines Fotomarathons besteht darin, möglichst schnell 42 km zu Fuß zurückzulegen und hierbei je Kilometer mindestens ein Foto zu schießen. Das Konzept eines Fotomarathons besteht darin, innerhalb weniger Stunden eine vorher festgelegte Anzahl an Bildern in einer bestimmten Reihenfolge zu einem vorgegebenen Thema zu schießen.

Klingt spannend, daher habe ich mich am 7. September 2019 in Stuttgart an meinem ersten Fotomarathon versucht. Das Thema lautete „Stuttgart bewegt„.

Die jeweiligen Startnummern, das Thema und die ersten fünf Unterthemen wurden zu Beginn des Marathons auf dem Birkenkopf bekannt gegeben und anschließend hatten alle Teilnehmer sechs Stunden Zeit, um die einzelnen Themen fotografisch umzusetzen. Hierbei war auf dem ersten Bild nicht nur das Unterthema „Vergangenheit“ umzusetzen, vielmehr war auch die eigene Startnummer zu integrieren – in meinem Fall die 15.

Gegen Mittag konnten sich die Teilnehmer die weiteren fünf Unterthemen an einer Zwischenstation in Stuttgart West abholen.

Eine Nachbearbeitung der Bilder am Computer oder Laptop war dabei verboten, ansonsten gab es nur wenige Regeln. Ab 16 Uhr wurden die Bilder in der Stuttgarter Innenstadt bei Calumet eingesammelt.

Es hat Spaß gemacht und war eine schöne Kreativitätsübung. Hier meine Serie zum Thema:

(Alle Bilder wurden mit der Canon EOS 5D III und dem Canon EF 35mm f/2 IS USM im JPG-Format mit der kamerainternen Monochrome-Einstellung aufgenommen.)

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Langzeitbelichtungen am Meer und mehr (oder einfach: Sylt 2019)

Mit ca. 60 Stunden Vorlauf hatte ich mich dieses Jahr wieder für einen Urlaub auf Sylt entschieden. Eines der Ziele dieses Urlaubs war, mich an Langzeitbelichtungen am Meer, genauer gesagt an den Buhnen, zu versuchen.

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Nachdem ich im vergangenen Jahr bereits einige Bilder aufnehmen konnte, die nach wie vor zu meinen persönlichen Lieblingsbildern gehören (Bilder aus dem letzten Sylt-Urlaub), wollte ich dieses Jahr auch einige exotischere Aufnahmen mit nach Hause bringen, auch wenn der Fokus eindeutig auf dem Thema „Erholung“ lag.

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Was mich allerdings bewogen hat, bei geplanten Langzeitbelichtungen auf meinen Timer zu verzichten („brauche ich eh nicht“), erklärt sich mir gerade selbst nicht. Die Konsequenz war, dass Langzeitbelichtungen „nur“ mit einer Dauer von bis zu 30 Sekunden möglich waren.

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Buhne I / Groyne I

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Immerhin war das ein guter Anlass eine (noch) längere Belichtung mittels digitaler Bildbearbeitung und dem Ineinanderblenden einzelner (kürzerer) Langzeitbelichtungen mittels der „Median“/“Mittelwert“-Funktion zu simulieren.

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Wenn man dann erstmal an den Buhnen angelagt ist, möchte man doch nicht gehen, ohne das eine oder andere Bild aufzunehmen, das die Wucht des Meeres einfangen soll.

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Und weil ich einen Urlaub so ganz ohne klassische Motive dann doch nicht kann, habe ich doch das eine oder andere typische Sylt-Motiv aufgenommen.

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Angesichts des eher windigen Wetters drängten sich – last but not least – Motive von Kitesurfern auf.

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Irgendwie kann ich mir gut vorstellen, dass Sylt auch für mehr als zwei Urlaube gut sein kann…

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Besuch im Hotel Waldlust

Das ehemalige Grandhotel Waldlust in Freudenstadt ist heute einer der „Lost Places“ über den man in Berichten und Fotostrecken gelegentlich stoplert.

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Schnell eroberte das von Hotelier Ernst Luz gegründete Haus binnen weniger Jahre einen Top-Rang unter den damaligen Grandhotels. 1926 residierte König Gustav V. von Schweden im Schloßhotel. In den 1930er-Jahren auch Filmstars wie die weltbekannten Stummfilm-Schauspieler Douglas Fairbanks und Mary Pickford. Das Schlosshotel war damals eines der Häuser für die High Society.

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Seine Blütezeit hatte das Hotel im Familienbetrieb unter Adele B., genannt „Adi“. Sie war die gute Seele des Hauses, lockte mit Tanzveranstaltungen und Kongressen die illustre Gesellschaft. 1949 soll sie im Hotel gewaltsam zu Tode gekommen sein. Seither treibe sie hier ihr Unwesen, heißt es.

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Mit dem Zweiten Weltkrieg und Adis Tod war dann auf einen Schlag alles vorbei. Das Haus wurde zu einem Lazarett umfunktioniert. Die Waldlust erlangte nie wieder den Weltruhm, den es einst hatte. Der Untergang war von vielen Besitzerwechseln, Leerständen und schließlich dem Ruin 2005 gezeichnet.

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Mittlerweile ist die Waldlust wieder teilweise erwacht. Um das Gebäude Interessierten zugänglich zu machen, werden neben Führungen mit Informationen zum Gebäude auch „Lost Place“-Fototermine angeboten.

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Treppenhaus im Hotel Waldlust / Staircase in Hotel Waldlust

Auch für verschiedene Filme hat das verlassene Hotel bereits als Kulisse gedient. Darüber hinaus wird das ehemalige Hotel heute als Eventlocation und Gelegenheits-Café genutzt.

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Weiterführende Hinweise

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GauGAN

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich die künstliche Intelligenz entwickelt. Vor einiger Zeit hatte zum Beispiel Google DeepDream für Aufsehen gesorgt.

Ein aktuell spannendes Beispiel für ein neuronales Netzwerk ist GauGAN, eine vom kanadischen Unternehmen Nvidia bereitgestellte Anwendung. Bei Nvidia handelt es sich um den größten Hersteller von Grafikprozessoren und Chipsätzen für Personal Computer und Spielkonsolen.

Der hinter GauGAN stehende Algorithmus wandelt grob gezeichnete Flächen in Landschaftsbilder um. Die Nutzung ist kostenlos. Bilder können heruntergeladen und verteilt werden.

Nachfolgend einige einfache Beispiele (links die Zeichnung, rechts das errechnete Ergebnis):

Himmel und Meer

Himmel, Meer, Felsen und ein Berg bei Sonnenauf- oder – untergang

Himmel, Wolken, Bäume und ein Fluss

Himmel, Wolken, Berg, Gras und eine Straße

Viel Spaß beim Ausprobieren!

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Regen

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Die Post kommt

Ich sehe schwarz gelb…

Gelb / Yellow

Das Foto wurde mit einem iPhone 8 aufgenommen und mit Luminar 3 bearbeitet. Der Aufnahmeort war Stuttgart.

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Uracher Wasserfall

Ab und an zieht es einen einmal in die nähere oder fernere Umgebung, in diesem Fall die Schwäbische Alb. Ein Highlight auf der Schwäbischen Alb ist der Uracher Wasserfall.

Der Weg zum Wasserfall führt von Bad Urach entlang des Brühlbachs durch das Maisental, im Hintergrund thront die Ruine der Burg Hohenurach.

Der Weg zum Wasserfall lässt sich hervorragend nutzen, um sich bereits mit der einen oder anderen kleineren Langzeitbelichtung aufzuwärmen und mit Graufiltern (ND Filtern) und Polfiltern zu experimentieren.

Selbst bei schönem (wenn auch etwas frischem) Maiwetter gibt es hier den einen oder anderen „spooky“ Anblick zu bewundern.

Nach zirka zwei Kilometern stürzt der Abfluss des Brühlbachs 37 Meter in die Tiefe, schlägt auf einer Kalktuffstufe auf und fließt weitere 50 Meter über ein steil abfallendes moosbewachsenes Kalktuffpolster ab.

Weiterführende Hinweise:

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Fotobase in den Beelitz-Heilstätten (Teil 1)

Gute 45 Minuten außerhalb Berlins liegen die Beelitz-Heilstätten, eine ehemalige Tuberkulose-Heilanstalt und heute vor allem einer der bekanntesten und größten „Lost Places“ Deutschlands.

Auch an dieser Stelle zunächst einige Zitate aus Wikipedia:

Beelitz-Heilstätten ist ein Gemeindeteil der Stadt Beelitz im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg (Deutschland) mit 492 Einwohnern.

Die zwischen 1898 und 1930 von der Landesversicherungsanstalt Berlin in drei Bauphasen errichteten Arbeiter-Lungenheilstätten Beelitz-Heilstätten bilden einen der größten Krankenhauskomplexe im Berliner Umland. Es ist ein denkmalgeschütztes Ensemble von 60 Gebäuden auf einer Gesamtfläche von ca. 200 Hektar.

Im Ersten und Zweiten Weltkrieg dienten die Beelitz-Heilstätten als Lazarett und Sanatorium für erkrankte und verwundete Soldaten. Während der Schlacht um Berlin 1945 wurden die etwa 3000 Verwundeten und das Personal der Beelitzer Heilstätten durch die Armee Wenck in weiter westlich liegende Regionen gebracht.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in dem die Heilstätten teils schwer beschädigt wurden, wurde das Gelände 1945 von der Roten Armee übernommen. Die Heilstätten dienten bis 1994 als das größte Militärhospital der sowjetischen/russischen Armee im Ausland.

Und der verlassene und verfallende Teil der Beelitz-Heilstätten sieht heute so aus:

Auch für Filme waren und sind die Beelitz-Heilstätten ein beliebter Drehort, so zum Beispiel 1996 für den Film „Männerpension“, 2001 für Roman Polanskis Film „Der Pianist“ und 2009 für den Film „Operation Walküre“.

More to come…

Weiterführende Links:

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Fotobase in Wünsdorf (Teil 1)

Die deutschsprachige Wikipedia stellt nüchtern fest;

Wünsdorf ist ein Ortsteil der Stadt Zossen im Landkreis Teltow-Fläming im Land Brandenburg. Im März 2005 hatte er 6202 Einwohner (3060 davon männlich und 3142 weiblich). Der Ort selbst hat eine Fläche von 13,8 km², mit den Gemeindeteilen 72,92 km.

Der Ort liegt etwa 40 Kilometer südlich von Berlin an der Bundesstraße 96. Zu Wünsdorf gehören die Gemeindeteile Neuhof und Waldstadt. Wünsdorf befindet sich am südwestlichen Rand der Wünsdorfer Platte.

Das beschreibt Wünsdorf jedoch nur unzureichend:

Wünsdorf war eine sowjetische Stadt in der DDR zu derem militärischen Teil DDR-Bürger keinen Zutritt hatten. Heute existieren noch das Dorf und die Geisterstadt um das Dorf herum.

Nach dem zweiten Weltkrieg schlug der sowjetische Marschall Shukow sein Quartier in Wünsdorf auf. Danach wurde aus Wünsdorf die größte Garnison der Roten Armee außerhalb der Sowjetunion. Zeitweise lebten 75.000 Männer, Frauen und Kinder auf dem abgeschotteten und streng bewachten Gebiet.

Heute kann man das verlassene Gelände im Rahmen einer „Fotobase“ besichtigen und fotografieren.

Und gelegentlich finden sich auch Zeugnisse, dass der eine oder andere gebetene oder ungebetene Besucher dem Gelände nach dem Abzug der Sowjetarmee seine Aufwartung gemacht hat.

Wer Freude an dieser Art der Fotografie hat, dem seien diese (und ähnliche Touren) empfohlen.

Man muss lediglich gelegentlich aufpassen, andere Teilnehmer, die höflich fragen, ob sie im Bild stehen, nicht zu prominent aufzunehmen. 😉

More to come…

Weiterführende Links:

 

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